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NTA News

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Quelle:

Nr. 2, 23. Jg., S. 114-115

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Datum: Juli 2014

NTA News

Jahrestreffen 2014 – Ein Jahrzehnt Netzwerk TA

Das zehnte Jahrestreffen des Netzwerks TA fand am 2. Juni 2014 in der Akademie der Wissenschaften in Wien statt. Gastgeber war das dort ansässige Institut für Technikfolgen Abschätzung (ITA).

Das Treffen begann mit den Berichten des Koordinationsteams (KT) und der IuK-Gruppe des NTA. Das KT gab einen kurzen Überblick über die Aktivitäten des Netzwerks mit einem Schwerpunkt auf den regelmäßigen Aktivitäten, nämlich den Jahrestreffen sowie den im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Konferenzen des NTA. Hervorgehoben wurden auch einzelne Projekte mit besonderer Relevanz für das gesamte Netzwerk, wie das Doktorandenprojekt TRANDISS und das TA-Portal-Projekt openTA. In diesen beiden Projekten wird das NTA explizit als „tragende“ Institution genannt, auch wenn es formal nicht als Fördermittelempfänger fungieren kann. In dem EU-Projekt PACITA fungieren verschiedene institutionelle Mitglieder des NTA als Projektpartner, sodass ein enger Bezug zum NTA besteht. Für die internationale Abschlusskonferenz des PACITA-Projekts im Frühjahr 2015 werden drei thematische Sessions aus dem NTA heraus organisiert. Die IuK-Gruppe stellt die zweite „administrative Säule“ des NTA dar. Sie berichtete über die E-Mail-Liste des NTA, die Mitgliederstruktur sowie aktuell über den „Umzug“ der NTA-Webseite, welcher in Zusammenhang mit dem Eröffnen des TA-Portals nötig wurde.

Es folgten Berichte aus den Projekten des TA-Portals (http://www.openta.net/home) sowie aus dem PACITA-Projekt, in dem ein internationales Web-Portal geschaffen wird (http://technology-assessment.info/). Beide Web-Portale sind bereits öffentlich zugänglich und es wurde zum eifrigen Gebrauch derselben aufgerufen, sowie um Rückmeldungen an die jeweiligen Betreiber gebeten. Das EU-Projekt PACITA geht in die Endphase, in der Ergebnisse zu den drei Fallstudien erwartet werden, welche auf der bereits erwähnten internationalen TA Konferenz präsentiert werden sollen (http://berlinconference.pacitaproject.eu/).

Den Abschluss des Jahrestreffens bildete eine von Walter Peissl (ITA Wien) moderierte Diskussion zur Reflexion über „10 Jahre NTA“. Einige Punkte dieser Diskussion seien hier festgehalten. Im Blog des TA-Portals wurden bereits persönliche Eindrücke geschildert, die gerne auch von anderen ergänzt werden können, nicht nur aber zum Beispiel auch, wenn hier verschiedene Punkte der Diskussion vermisst werden. Ein Diskussionsblock widmete sich der Organisationsform, hier wurde nach reger Diskussion die sehr niedrig gehaltene Organisationsform des NTA als adäquat bestätigt. Das NTA basiert auf freiwilliger Mitwirkung seiner Mitglieder, das umfasst alle Arbeitsgruppen einschließlich des KT. Diese sind im Umkehrschluss auf das freiwillige Mitwirken angewiesen, wozu auch hiermit wieder herzlich aufgefordert sei. Mit der niedrigen Organisationsform geht einher, dass es keine Satzung, keine Prozedur zur Wahl von Gremien etc. gibt, weshalb das KT per Akklamation „bestätigt“ wurde. Den Mitgliedern des KT wurde für die bisherige Arbeit sowie für die Bereitschaft gedankt, für diese Aufgabe auch weiterhin zur Verfügung zu stehen. Gleichzeitig wurde eine Erweiterung angeregt, was seitens des KT unmittelbar über einen neuerlichen Aufruf zum Mitwirken angenommen wurde.

In der offenen Diskussion wurden die Spannungsfelder deutlich, in denen sich TA traditionell befindet. Einerseits wurde angeregt, dass in den Aktivitäten des NTA Formate geschaffen werden sollen, an denen sich auch Politikerinnen und Politiker aktiv beteiligen können. Mit dieser Einbindung der Adressaten könnte auch eine Erhöhung der Wirkung von TA einhergehen. Andererseits wurde unterstrichen, dass es neben der politikberatenden Funktion auch noch einen akademischen Auftrag der TA gibt, der konzeptionelle Arbeit erfordert. Auch hierfür kann das NTA ein Ort sein. Schließlich wurde auch die Öffentlichkeitsarbeit aufgerufen, und in Zusammenhang damit auch die Frage nach TA-Journalen aufgerufen, sowie die Verpflichtung, die TA in der deutschsprachigen Öffentlichkeit zu vertreten. Dazu gehöre insbesondere auch die aktive Teilnahme an der Gestaltung der Wikipedia-Seite zum Thema TA.

Weitere Vorschläge bezogen sich auf weitere Formate des Netzwerkens, so wurde sowohl angeregt, eine Fortführung der Förderung des TA-Nachwuchses à la TRANSDISS anzustreben, als auch ein „practitionersʼ meeting“ zu initiieren, in dem sich regelmäßig TA-Forscherinnen und -Forscher zum Austausch über gute TA-Praxis im Alltag treffen. Und schließlich wurden regelmäßige Treffen der Direktorinnen und Direktoren der institutionellen Mitglieder des NTA angesprochen, um auch hier einen Austausch zu ermöglichen und die Anbindung an das NTA zu erhöhen.

 

Personelle Veränderungen im Koordinationsteam des NTA

Bettina Rudloff von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin ist zum 1.6.2014 auf eigenen Wunsch aus dem Koordinationsteam (KT) ausgeschieden. Wir möchten uns sehr herzlich für ihr Engagement im KT bedanken.

Peter Zoche vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe wirkt ab 1.7.2014 im Koordinationsteam mit. Für diese Bereitschaft möchten wir uns herzlich bedanken und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit. Informationen zum KT finden sich unter http://www.openta.net/netzwerk-ta.

Für das KT, Michael Decker

 

Das Netzwerk TA

Im November 2004 gegründet, umfasst das Netzwerk TA (NTA) heute etwa 40 institutionelle Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie rund 250 persönliche Mitglieder. Das NTA hat zum Ziel, die Zusammenarbeit unter den TA-Forscherinnen und -Forschern sowie an TA-Interessierten zu fördern und TA in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit bekannt zu machen. Das Netzwerk führt seit 2004 alle zwei Jahre eine wissenschaftliche Tagung (NTA1, NTA2 etc.) durch, sowie jährlich ein Mitgliedertreffen. Außerdem finden Workshops von Arbeitsgruppen des NTA oder in Kooperation mit dem NTA statt. Eine öffentliche E-Mail-Liste erlaubt den Informationsaustausch über Aktuelles aus der TA-Szene und gibt Raum für Diskussionen

 

Im Februar 2015 trifft sich die internationale TA-Community in Berlin!

Die Abschlusskonferenz des EU-Projektes „Parliaments and Civil Society in Technology Assessment“ (PACITA) findet vom 25. bis 27. Februar 2015 in Berlin statt. Erwartet werden 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft, Beratung und Politik. Bislang wurden über 35 thematische Sessions ausgewählt.

Möchten Sie einen Vortrag halten? Informationen zum Einreichen eines Abstracts finden Sie unter http://berlinconference.pacitaproject.eu/call-for-papers/

Möchten Sie Ihre aktuelle Forschungsarbeit auf einem Poster präsentieren? Informationen zur Poster-Session finden Sie unter http://berlinconference.pacitaproject.eu/calls/call-for-posters/

Besonders hinweisen möchten wir auf drei thematische Sessions, die auf Initiative und mithilfe von Mitgliedern des Netzwerks TA organisiert werden:

  • Varieties of Technology Governance and Opportunities for Technology Assessment (Stephan Bröchler/Bjørn Ludwig)
  • Governance of Big Data and the role of TA (Sergio Bellucci/Walter Peissl)
  • Responsible Research and Innovation in Europe: First lessons learnt (Michael Decker/Stephan Lingner)

Die Registrierung für die Konferenz ist offen! Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung unter http://berlinconference.pacitaproject.eu/registration/

Das Organisationsteam der Konferenz erreichen Sie unter berlin∂pacitaproject.eu.

Für das Organisationsteam, Constanze Scherz